Alfa Romeo GTV/Spider (916)

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Der Alfa Romeo GTV bezeichnet ein Sportcoupé von Alfa Romeo. In der ersten Generation entstand er auf Basis des Alfa Romeo Alfetta, das zweite Modell wurde 1994 zusammen mit dem neuen Alfa Romeo Spider nach einer längeren Pause eingeführt. Bis Ende 2005 wurde die zweite Generation gebaut.
Im März 1994 wurde der neue GTV auf dem Genfer Salon vorgestellt.
Der quer eingebaute Motor des bis auf den Heckbereich mit dem Spider identischen GTV war in sechs Versionen mit Hubräumen von 1800 bis 3200 cm³ erhältlich. Der stärkste 3,2-l-V6-24V-Motor mit 176 kW (240 PS) beschleunigt den GTV 916 in 6,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Die 1,8-l- und 2,0-l-Motoren waren Vierzylindermotoren aus dem Fiatbaukastensystem mit Graugussblöcken. Lediglich die Zylinderköpfe waren aus einer Aluminiumlegierung und kamen von Alfa mit der seit Jahren verwandten Twinsparktechnik (2 Zündkerzen je Zylinder). Der Motor des 2.0 T.Spark mit 16 Ventilen leistete zunächst 110 kW (150 PS), die Leistung dieses Motors konnte 1998 mit Umstellung der Abgasnorm von Euro 2 auf D3 auf 114 kW (155 PS) gesteigert werden.
Gleichzeitig hielt mit dem Facelift im Herbst 1998 auf dem deutschen Markt, der 1.8 T. Spark mit 144 PS Einzug in die Motorenpalette. Dieser, wie schon der 2.0 T.Spark aus den Modellen 145/146 und 155 bekannte Motor, sollte das Angebot nach unten abrunden. Mangels Nachfrage verschwand er aber wieder im Jahr 2000 aus den Verkaufsprospekten. Zum selben Zeitpunkt reduzierte sich aufgrund der Emissionsumstellung auf Euro 3 die Leistung des 2.0 T.Spark wieder auf 110 kW (150 PS).
Darüber rangierten die meist als "Arese-V6" (nach der Alfa-Fertigungsstätte) bezeichneten Sechszylinder-Triebwerke. Sie verfügten noch über die klassischen nassen Laufbuchsen für die Kolben. Es gab sie als 2,0-Liter (12 Ventile) mit Turboaufladung und 148 kW (202 PS), als 3,0 Liter (24 Ventile) mit 160–162 kW (218–220 PS) und in der letzten Ausbaustufe mit 3,2 Litern (24 Ventile) mit 176 kW (240 PS).
Im Laufe der Zeit erfolgten einige Maßnahmen zur Modellpflege. So erhielten im Herbst 1998 das Armaturenbrett einen Alu-Look und das Scudetto einen leichten Chromschmuck. Im Jahr 2000 wurde die Fertigung vom Alfa Romeo Werk in Arese zu Pininfarina nach Turin verlegt.
Die ab Frühjahr 2003 gebauten Modelle sind an der neuen Front zu erkennen. Sie wurden an das aktuelle Alfa Romeo Erscheinungsbild angepasst und tragen einen Chromgrill. Innen wurde durch Anpassung der Sitzschienen eine tiefere Sitzposition ermöglicht.
Ende 2005 wurde die Fertigung eingestellt. Nachfolger wurde der Alfa Romeo Brera.
