599 GTB

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Der 599 GTB Fiorano ist ein Gran Turismo des italienischen Sportwagenherstellers Ferrari, der seit Sommer 2006 verkauft wird. Er ist das Nachfolgemodell des Ferrari 575.
599 GTB
Der
599 GTB Fiorano
ist nach der Teststrecke
benannt, auf der Ferrari die Renn- und Straßenwagen entwickelt;
GTB
steht für
Gran Turismo Berlinetta
. Er ist der Nachfolger des 575 M Maranello. Der Wagen wurde auf dem
im Februar 2006 vorgestellt. Technisch basiert der 599 GTB auf dem
, er hat jedoch weniger Leistung (620 PS). Somit ist er der drittstärkste Ferrari hinter der Weiterentwicklung 599 GTO und dem
. Der 599 GTB führt die Tradition der Frontmotor-V12-Sportwagen von Ferrari fort. Der 599 verfügt über einen Antrieb in
-Bauweise mit dem Getriebe an der Hinterachse. Die neue Traktionskontrolle „F1 Trac“ des Wagens wurde in Zusammenarbeit mit
entwickelt. Der 599 GTB wird entweder mit herkömmlicher 6-Gang-Schaltung oder mit Ferraris „F1-SuperFast“-Schaltung ausgeliefert, mit der Schaltvorgänge in unter 100 Millisekunden durchgeführt werden. Die Leitbleche an der C-Säule stabilisieren den Wagen bei hohen Geschwindigkeiten, ähnlich wie ein Heckflügel.
Als Sonderausstattung stehen unter anderem eine Carbon-Keramik-Bremsanlage (seit dem Bj. 2009 serienmäßig), verschiedene Carbondekoreinlagen für den Innenraum und ein Becker-Navigationssystem mit integriertem Autotelefon, welches das SIM Access Profile unterstützt, zur Verfügung.
599 GTO
Am 8. April 2010 präsentierte Ferrari mit dem
599 GTO
(für
Gran Turismo Omologato
) ein auf lediglich 599 Exemplare limitiertes Sondermodell des 599. Der 599 GTO basiert auf dem 2009 vorgestellten Ferrari 599XX und ist nach Unternehmensangaben der schnellste Straßen-Ferrari aller Zeiten. Seine Weltpremiere feierte der Ferrari auf der
Ende April 2010 in
.
Markant macht den 599 GTO die stark perforierte Karosserie. Neue Spoiler vorne und hinten sowie ein neuer Diffusor mühen sich um mehr Abtrieb. Die Karosserie des GTO hebt sich gegenüber vom GTB vor allem durch die zusätzlichen Entlüftungsöffnungen ab. Rund um die Radhäuser und auf der Motorhaube sollen diese zahlreiche Kühlluftöffnungen die Brems- und Motorabwärme effektiv abführen. Der Ferrari 599 GTO, der auf dem Ferrari 599XX aufbaut, ist das aktuelle Top-Modell von Ferrari. Vom 599XX übernommen wurde auch das automatisierte F1-Sechsgang-Getriebe, das Gangwechsel in nur 60 ms erlauben soll. Das adaptive GTO-Fahrwerk setzt auf stärkere Stabilisatoren, kürzere Federn und eine elektronische Vernetzung mit den Fahrdynamiksystemen.
Der Wagen ist mit einem V12-Motor ausgestattet, der aus sechs Litern Hubraum 493 kW (670 PS) schöpft und den Supersportwagen laut Hersteller in 3,35 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 335 km/h ermöglichen soll. Das maximale Drehmoment des Aggregats liegt bei 620 Nm. Durch den Einsatz zahlreicher Leichtbaukomponenten (dünnere Scheiben sowie dünneres Aluminiumblech) wird das Trockengewicht auf 1495 Kilogramm reduziert, was ein Leistungsgewicht des GTO von nur 2,23 kg/PS ergibt. Den Durchschnittsverbrauch des nach Euro 5 eingestuften Motors gibt Ferrari mit 17,5 Liter (411 g/km CO2) an.
Das sogenannte „Virtual Race Engineer“-System (VRE) zeigt dem Fahrer alle wichtigen Informationen zum Fahrverhalten im Cockpit an.
599XX
Der beim Genfer Auto-Salon 2009 vorgestellte 599XX ist eine Rennversion des 599 GTB. Der Wagen leistet 537 kW (730 PS) bei 9000/min und ist durch die Verwendung von Karosserieteilen aus CFK, speziellen Legierungen im Motorblock und eine Keramikbremsanlage gewichtsreduziert. Ein neues Schaltsetup des Getriebes ermöglicht Gangwechsel in Zeiten bis zu 60 ms. Die Karosserie und der Unterboden sind aerodynamisch optimiert, sodass ein Anpressdruck von 280 kg bei 200 km/h und 630 kg bei 300 km/h entwickelt wird. Ferner fährt der Wagen auf 295/67-R19-Vorder- und einer 315/71-R19-Hinterradbereifung auf 19×11J-Felgen vorne und 19×12J hinten.
Der Ferrari 599XX besitzt im Kofferraum ein neuartiges System, Active flow genannt. Dabei handelt es sich um Ventilatoren, die einen Teil der Luft, die unter dem Fahrzeug fließt, noch vor dem Erreichen des Diffusors absaugen. Dabei wird jedoch nur der kleine Teil des Luftstromes, der sich kurz vor dem Abreißlimit befindet, durch eine poröse Schicht hindurch angesaugt. Weil dadurch Luftturbulenzen verhindert werden, kann die Diffusorschräge nun mehr als die sonst üblichen 7° betragen, ohne dass der Luftstrom abreißt, so dass ein größerer Anpressdruck bei gleichem Luftwiderstand erzeugt wird. Die angesaugte Luft wird durch die Rücklicht-Attrappen abgeführt. Um Turbulenzen beim Ausströmen zu verringern, wird der Luftstrom von piezo-gesteuerten Membranen auf eine Schwingung von 800 Hz gebracht, was sich positiv auf den cw-Wert auswirkt.
Der Preis des Fahrzeugs beträgt über eine Million Dollar und die Kleinserie ist auf 30 Exemplare begrenzt, welche an ausgewählte Kunden abgegeben werden.
