Fiat Professional Ducato

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Der Fiat Ducato ist ein Kleintransporter, der von Fiat in Kooperation mit PSA Peugeot Citroën seit 1981 von Sevel gebaut wird. Anfänglich unterschieden sich die baugleichen Citroën C25- heute Citroën Jumper und Peugeot J5- heute Peugeot Boxer noch bei den verwendeten Motoren vom Ducato. Der Ducato I gab den Anstoß dazu, dass bis heute eine Vielzahl von Wohnmobilen auf Ducato-Basis produziert wird. Speziell für diesen Zweck gibt es den Ducato nur als Windlauf (Fahrgestell inklusive Motor ohne Karosserie für integrierte Wohnmobile oder mit zusätzlichem Cockpit, Sitzen und Frontverkleidung, die jedoch nach oben und hinten geöffnet ist (für Alkoven-Mobile).
Ducato I (1981–1994)
Der Fiat Ducato I (Typ 280) ist ein leichtes Nutzfahrzeug, das von Sevel von 1981 bis 1990 produziert wurde. Das Joint Venture Sevel von Fiat und PSA Peugeot Citroën im Nutzfahrzeugbereich zeigt sich an nahezu baugleichen Fahrzeugen der drei Marken. So war der Ducato I weitestgehend baugleich mit dem Peugeot J5, Citroën C25 und dem Talbot Express. In Italien wurde bis 1993 der Ducato auch als Alfa Romeo AR6 angeboten. Der Fiat Ducato I und seine Schwestermodelle stachen besonders durch Ihre Lenkradschaltung hervor, die im Gegensatz zu einem herkömmlichen Schalthebel eine durchgehende begehbare Fahrerkabine ermöglichte. Mittlerweile übernahm auch die Konkurrenz dieses praktische Detail. Außerdem konnten Sie wahlweise mit Allradantrieb geordert werden. Zudem war der Ducato I mit dem 2,5 TD mit 95PS einer der Vorreiter der Branche bzgl. eines Lieferwagen mit hoher Endgeschwindigkeit. Dieser Motor war bei den Modellen von Peugeot/Citroen/Talbot nicht erhältlich. Die kurzen Radstände des Modells wurden nicht als Ducato sondern als Talento verkauft. 1990 wurde die Serie überarbeitet (Typ 290). Neben einer Verbesserung des Innenraums und der Technik änderte sich äußerlich vor allem der Fensterausschnitt in den Türen für eine bessere Rundumsicht. 1994 endete die Produktion des Ducato I.
Ducato II (1994–2006)
Die Ducato Serie II (Typ 230) wurde ab 1994 wieder von Sevel produziert und war auch wieder mit verschiedenen Aufbauten erhältlich. Die meistverkaufte Version war auch bei Fiat der geschlossene Kastenwagen. Bei Peugeot hieß das entsprechende Modell jetzt Boxer, bei Citroën Jumper. Eine Alfa Romeo und Talbot Variante gab es nicht mehr. Hervorstechend an dem Ducato II war der 2,5L Turbodieselmotor mit Direkteinspritzung und 115PS der von Iveco stammte und gebaut wurde. Diesen gab es nur im Ducato, je nach Version ermöglichte er eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 150KM/H. Neben optionalem Allradantrieb war nun auch ein FahrerAirbag und ein Antiblockiersystem als Option erhältlich. Zudem gab es optional nun auch ein Automatikgetriebe . 1998 wurde der 2,5L TDI durch den 2,8L idT ersetzt welcher nun 128PS und Common-Rail-Einspritzung hatte. Diesen Motor gab es nun auch in den Schwestermodellen von PSA. Der Fahrerairbag war nun Serienstandard ebenso wie ABS bei den größeren Motoren. Ein Beifahrerairbag wurde nun als Option angeboten ebenso wie eine Traktionskontrolle bei den größeren Motoren. Im Jahr 2002 erfuhr der Fiat Ducato II ein Facelift (Typ 244), bei dem neben neuen Motoren auch eine neue Front mit größeren Klarglasscheinwerfern eingeführt wurde. Zudem wurden der Innenraum und die Instrumente überarbeitet. Der Beifahrerairbag war nun Seriensstandard ebenso wie eine Traktionskontrolle bei den größeren Motoren. 2006 endete die Produktion bei Sevel für Westeuropa.
Ducato III (seit 2006)
Markteinführung des neuen Fiat Ducato war am 15. Juni 2006 (Typ 250). Je nach Modell betrug die Nutzlast bis zu 2.100 kg, das Ladevolumen bis zu 17 m³. Als Motoren standen drei Common-Rail-Turbodiesel mit Direkteinspritzung zur Wahl, die zwischen 74 und 116 kW (100 bis 157 PS) leisteten. Mit der neu gestalteten Kabine und der erweiterten Telematikausstattung erhöhte sich der Komfort für Fahrer und Beifahrer. Allradantrieb wurde nun nicht mehr ab Werk geboten sondern wird vom Karosseriebauer Dangel (Frankreich) eingebaut. Neben ABS, Fahrer/Beifahrer Airbags, Servolenkung war nun auch je nach Version ein mechanischer Bremsassistent mit Elektronische Bremskraftverteilung, Fahrdynamikregelung , Traktionskontrolle und Adaptives Stabilitätsprogramm Serienausstattung. Erste Wohnmobile auf Basis des neuen Ducato waren auf dem Caravan Salon in Düsseldorf 2006 zu sehen. Auf der IAA 2007 wurde eine Renntruck-Studie genannt Ducato Truckster vorgestellt, die u. a. hydraulische Flügeltüren, LED-Hauptscheinwerfer und 28" Niederquerschnittsreifen hatte.
