Lancia Dedra

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Der Lancia Dedra (interne Bezeichnung: 835) ist ein Modell der Marke Lancia und wurde von April 1989 bis Januar 2000 gebaut. Er löste damit seinen seit Ende 1982 gebauten Vorgänger Prisma ab.
Der Dedra war das Schwestermodell des ab Frühjahr 1993 gebauten Delta (II). Das Modell teilt sich die Bodengruppe neben dem Schwestermodell mit dem Fiat Tipo, Fiat Tempra und Alfa Romeo 145, Alfa Romeo 146, Alfa Romeo 155.
Geschichte
Den Dedra gab es in zwei Karosserie-Varianten, von Frühjahr 1989 bis Mitte 1994 ausschließlich als Stufenhecklimousine und ab Mitte 1994 bis Anfang 2000 auch noch wahlweise als Kombi (Station Wagon, kurz SW). Das Serienausstattungsniveau übertraf den damals üblichen Umfang bei weitem, und Lancia erhob den Anspruch, einen Konkurrenten zu Mercedes 190, BMW 3er und Audi 80 geschaffen zu haben. In der Praxis jedoch sahen Kunden den Dedra (auch hinsichtlich des vergleichsweise günstigen Anschaffungspreises) eher als Alternative zu VW Golf/Vento, Opel Astra, Ford Escort/Focus.
Gegen Ende des Produktionszyklus' gingen die Verkäufe naturgemäß zurück, was nicht zuletzt auf Versäumnisse in puncto Sicherheitsausstattung zurückzuführen war (ein Beifahrer-Airbag konnte bis zum Ende der Produktion nicht geliefert werden). Bei Modelleinführung indes war der Wagen fahr- und sicherheitstechnisch vergleichsweise gut ausgestattet (ABS (in allen Fahrzeugen mit Motoren ab 1,8 l Hubraum serienmäßig), Sicherheitsfahrwerk, 4 Kopfstützen etc.), mit der Überarbeitung im Sommer 1994 erfuhr er dann weitere aufwändige Verbesserungen der passiven (Seitenaufprallschutz, Karosserieversteifungen, Fire-Prevention-System, stärkere Bremsen) und aktiven Sicherheit (Airbag, Gurtstraffer etc.). All jene Ausstattungsmerkmale zählten damals nicht unbedingt zum Klassenstandard.
Im September 1999 wurde der Lancia Lybra als Nachfolger des Dedra eingeführt. Wie dieser war er als Stufenhecklimousine sowie als Kombi erhältlich.
