Delta III

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Der Lancia Delta ist ein seit Sommer 2008 in dritter Generation gebauter Kompaktklasse-PKW des italienischen Automobilherstellers Lancia.
Er knüpft an den Kompaktklasse-PKW der Marke an. Dieser wurde von Herbst 1979 bis Anfang 1994 in der ersten Generation gebaut (interne Bezeichnung: Lancia 831ABO). Von Frühjahr 1993 bis Sommer 1999 wurde eine zweite als Delta Nuova bezeichnete (intern: Lancia 836) Generation gebaut.
Der Lancia Delta ist international durch seine beispiellosen Erfolge im Rallyesport in den späten 1980ern und frühen 1990er Jahren bekannt geworden, in welchen er die Rallye-Weltmeisterschaft dominierte.
Auf dem Genfer Auto-Salon 2008 wurde die dritte Generation des Lancia Delta vorgestellt, die dann ab September auf den Markt kam. Sie nutzt die gleiche Bodengruppe wie der neue Fiat Bravo.
Ein Vorläufer der Gestaltung der dritten Serie ist die Studie Grantourismo Stilnovo von 2003, von der wesentliche Charakterzüge der Karosserieform übernommen wurden. Die Frontpartie erinnert an ältere Lancia-Modelle, der Heckbereich an den kleineren Ypsilon und an den größeren Thesis. Innen ist der neue Delta mit Materialien wie Alcantara und Leder, Benova, Fußmattenvelours sowie Holz- und Chromeinlagen ausgestattet. Außerdem ist auch das von Fiat und Microsoft entwickelte Multimediasystem Blue and Me erhältlich.
Ein weiteres auffälliges Detail ist, dass der Buchstabe D der Typenbezeichnung mehrfach an der Karosserie und im Innenraum zitiert wird. So sind beispielsweise die Kanten der Scheinwerfer und Leuchten oder das dritte Seitenfenster entsprechend gestaltet.
Der neue Delta ist für eine breite Palette turbogeladener Benzin- und Dieselmotoren mit einem Leistungsspektrum von 88 kW bis 150 kW ausgelegt (vorab 1.6 M-Jet 88 kW/120 PS, 1.9 M-Jet 140 kW/190 PS, 1.4 T-Jet 88 kW/120 PS, 1.4 T-Jet 110 kW/150 PS). Seit Februar 2009 ist auch ein 1.8 DI T-Jet mit 147 kW/200 PS lieferbar. Mitte 2010 wurde der 110 kW/150 PS starke 1.4 T-Jet-Motor durch eine neue MultiAir-Maschine mit 103 kW ersetzt.
Die Dieselmotoren erfüllten schon zum Serienstart die Euro-5-Norm. Die Kraftübertragung übernehmen manuelle oder automatisierte Sechsganggetriebe, bzw. Automatikgetriebe. Das Fahrwerk ermöglicht laut Lancia dank elektronischer Dämpferregelung ein sportliches Handling bei klassenüblichem Komfort.
Daneben gibt es wahlweise ein VIP Driving Paket, welches gleich mehrere Innovationen der aktiven Fahrwerkssteuerung miteinander verbindet (ESC, LTS, DST, TTC, SDC, HALF) und wie auch einen Einparkassistenten (SPS). Diese Systeme warnen einerseits den Fahrer vor unbeabsichtigten Abkommen von der Spur (Sekundenschlaf), verbessern die Kurvenstabilität und die Fahrzeugkontrolle in Kurven, reduzieren die Untersteuerungscharakteristik durch eine elektronische Simulation eines Sperrdifferentials (zur Verbesserung der Kurventraktion), entschärfen Situationen bei geringerer Bodenhaftung und greifen aktiv zur Reduktion bei Bodenunebenheiten und Resonanzen ein, passen sich der Straßenbeschaffenheit und der jeweiligen Beanspruchung (Fahrweise) an.
Weitere Optionen sind z. B.: adaptives Xenonlicht, eine zweifarbige Lackierung und Felgen von 16 bis 18 Zoll. Des Weiteren bietet der Delta III erstmals in der Kompaktklasse nicht nur verschiebbare, sondern auch in der Neigung verstellbare Rücksitze an.
Mit Ausmaßen von 4,52 m Länge, 1,80 m Breite, 2,70 m Radstand (identisch mit der Lancia Kappa Limousine) und 1,50 m Höhe bietet er einen größeren Innenraum als der Lybra SW (Kombi), dem er indirekt nachfolgt. Der Lybra war als Limousine und Kombi verfügbar, der Delta ist ausschließlich in einer Karosserieform erhältlich.
Auf der Detroit Motor Show 2010 wurde ein Delta als Chrysler Delta vorgestellt. Dieser ist bis auf Felgen, Lacke und Embleme mit dem Lancia identisch. In Großbritannien ist das Chrysler-Modell bereits seit August 2011 in der Modellpalette vertreten.
Modellpflege
Mitte 2011 erhielt der Delta ein Facelift, was hauptsächlich das äußere Erscheinungsbild betraf. Mit dem Querrippen-Kühlergrill besitzt er nun eine an das Markengesicht angepasste Front.
In der Executive Ausstattung wird der Wagen auch von Politikern in Italien eingesetzt.
