Lancia Y (840)

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Der Lancia Y ist ein Kleinwagen der italienischen Marke Lancia. Er wurde von Herbst 1995 bis Spätsommer 2003 gebaut. Vorgängermodell war der Lancia Y10, Nachfolger der Lancia Ypsilon.
Das Fahrzeug fiel in seinem Debutjahr vor allem durch seine neuartige Formgestaltung auf, die aus der Feder des italienischen Designers Enrico Fumia stammt. Das extravagante und polarisierende Aussehen erfreute sich besonders bei italienischen Kunden großer Beliebtheit, während er im restlichen Europa eher ein Nischendasein fristet. Der Y wurde in einer, für diese Fahrzeugklasse, ungewöhnlichen Vielfalt hinsichtlich Aussehen und Ausstattung angeboten. Der Kunde konnte neben den 13 Standardfarben unter 100 weiteren Farbtönen, aus dem sogenannten Kaleidos-Programm, auswählen. Er war mit Sitzbezügen aus dem Microfaserstoff Alcantara in verschiedenen Farben orderbar.
Nach dem Facelift im Oktober 2000 verwendete Lancia statt Alcantara eine sogenannte „Castiglio“-Microfaser für die Bezüge. Mit stellenweise zeitlicher Unterbrechung waren auch Echtleder-Bezüge ab Werk bestellbar, welche auch nachträglich nachgerüstet werden konnten. Ein weiteres Merkmal ist die Anordnung der Instrumente in der Mitte des Armaturenbretts. Die Komfortausstattung umfasste immer eine Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber. Eine Klimaanlage mit Pollenfilter gab es gegen Aufpreis oder serienmäßig ebenso wie elektrisch verstell- und beheizbarer Außenspiegel mit Außentemperaturanzeige, Leichtmetallfelgen und Schiebedach.
Der Y in der LX-Version (ab 2000) hatte ein Blaupunkt-Radio mit integriertem Satelliten-Navigationssystem serienmäßig. Das Fahrzeug war auf dem deutschen Markt von Anfang an mit zwei Airbags und ABS erhältlich, später auch mit Seiten-Airbags.
Technisch ist der kleine Lancia eng mit dem damaligen Fiat Punto der ersten Generation verwandt und nutzt einige Gleichteile. Allerdings wurde der Y im Gegensatz zum Konzern-Bruder Punto immer nur als dreitüriges Steilheck gebaut. Das Fahrzeug war nur mit Benzinmotoren erhältlich. So gab es eine 1,1-l-8V-FIRE-Variante mit 40 kW (55 PS), einen 1,2-l-8V FIRE mit 44 kW (60 PS), sowie einen 1,4-l-12V Motor mit zunächst 55 kW (75 PS) und später 59 kW (80 PS), zum Abschluss der Baureihe wurde auch der 1,2-l-16V-FIRE-Motor mit 59 bis 63 kW (80 bis 86 PS) verbaut. Zur Kraftübertragung kam ein 5-/6-Gang-Schaltgetriebe oder zeitweilig gegen Aufpreis, in Verbindung mit dem 1,2-l-44-kW-FIRE-Motor, ein stufenloses ECVT-Automatikgetriebe zum Einsatz.
Das Basismodell des Y wurde unter der Bezeichnung LE vermarktet, darüber rangierte die LS- und über dieser die LX-Ausstattung. Die ursprünglich als zeitlich begrenztes Sondermodell geplante Ausstattungsvariante Elefantino Blu wurde bald zur festen Basisversion und ersetzte schließlich den LE. Für den sportlich geneigten Kunden bot Lancia den Y Elefantino Rosso an, welcher u. a. über ein tieferes Sportfahrwerk, Leichtmetallfelgen im Titan-Look sowie einem kürzer abgestuften Getriebe in Verbindung mit der jeweils stärksten Motorisierung verfügte. Als Sondermodelle gab es in Deutschland den Y Cosmopolitan, Y Unica und im letzten Produktionsjahr den Y Nuova LS, von dem in Deutschland nur 150 Stück bei ausgesuchten Händlern verkauft wurden. Außerhalb Deutschlands waren auch noch die Modelle Y DoDo und Y Vanity sowie eine auf 300 Stück begrenzte Limited Luxury-Version des LX erhältlich.
